Vision Haus GmbH

Projektinfo

Erstellt werden zwei Hausgruppen, einmal mit drei Wohneinheiten und einmal mit sechs Wohneinheiten.

Auftraggeber: Vision Haus GmbH & Co. KG

Projektzeitraum: 2018/2019

Standort: Rieslingen „Wiesengarten“

Städtebau

Das Baugebiet „Wiesengarten“ befindet sich nordwestlich des Altdorfes Reislingen, einem Ortsteil der Stadt Wolfsburg und liegt ca. drei Kilometer östlich des Stadtzentrums. Das Areal ist landschaftlich reizvoll angebunden an Grünflächen, ein Gewerbegebiet liegt in unmittelbarer Nähe.

Eine sehr gute Verkehrsanbindung ist durch bereits vorhandene Straßen gegeben, ein Fernwärmeanschluss ist vorgesehen. Zur Regenwasserversickerung wird in dem Plangebiet ein Regenwasserrückhaltebecken angelegt.
Im bestehenden Ortsteil ist eine eigene Infrastruktur mit Einkaufs- und Freizeitangeboten vorhanden.

Durch die Lage und Beschaffenheit des Areals eignet sich das Wohngebiet hervorragend für junge Familien und Paare, aber auch für zu Hause Arbeitende, Büros oder Kanzleien, die Urbanität im Grünen suchen.
Die zu bebauenden Baufelder 9 und 10 des Planbereichs befinden sich an repräsentativer Stelle (Einfahrt in den neuen Ortsteil von der Käthe-Paulus-Straße) am nordwestlichen „Tor“ des Areals. Das nördlichere Baufeld 10 soll eine Reihenhausbebauung mit einer Hausgruppe von drei Wohneinheiten bekommen, das südlich daran anschließende Baufeld 9 erhält sechs Wohneinheiten.
Erschlossen werden die Grundstücke von Südwesten, zurzeit als Planstraße B bezeichnet. Rückwärtig, nach Nordosten orientiert, angrenzend an die den Reihenhäusern zugehörigen privaten Grünflächen, präsentieren sich ein weitläufiger öffentlicher Grünkorridor und Spielmöglichkeiten für Kinder, die „Grüne Mitte“.
Mit einer geplanten GRZ 1 von 0,29 bis 0,45 und einer GRZ 2 von 0,45 bis 0,66 sind die Grundstücke optimal genutzt und lassen Grünflächen genügend Raum.

 

Freiflächengestaltung

Durch die vorgegebene Baulinie rückt das Gebäude acht Meter vom öffentlichen Straßenraum ein und bildet einen großzügigen Vorbereich aus. Büsche anstelle von trennenden Hecken, Zäunen oder Mauern staffeln das private Grün zur Straße hin und werten gleichzeitig die Straßenfront gestalterisch auf. Ein größerer Baum bildet den Schwerpunkt des Vorgartens und schafft Privatheit in den oberen Geschossen. Blickverbindungen und Pflasterflächen definieren die Verbindung von öffentlichem und privatem Raum.

Die Hauseingänge, die durch das 1. Obergeschoss wetterschützend überdeckt werden, erreicht man entweder direkt vom öffentlichen Straßenraum oder auch vom Carport aus.
Die gefassten Mülltonnenstellplätze befinden sich, eingegliedert in der aus Hecken und Bepflanzung bestehenden Einfriedung, an der seitlichen Grundstücksgrenze. Die Mauereinfassung gleicht der Materialität des Erdgeschosses.

An die private Gartenseite des Hauses, die sich nach Nordosten ausdehnt, gliedert sich direkt an das Wohnhaus eine Terrasse mit Blick ins Grüne, sowohl in den privaten Bereich, als auch in die „Grüne Mitte“ des Areals.

Neubau Wolfsburg

Entwurfskonzept

Das Haus gliedert sich in zwei Körper: eine solide, wertige Sockelzone mit in Grautönen gehaltenem Klinker erdet die Baukörper. Darauf ruhen zwei in weißem Putz gehaltene Geschosse, welche durch Vor-und Rücksprünge, sowie Höhenunterschiede gegliedert sind. Das Erdgeschoss als Sockel bindet die Reihenhäuser optisch zusammen und betont die Horizontale.Markant sind die jeweils etwa 50 cm hervorspringenden zweigeschossigen Kuben mit groß ausgeschnittenen Fensterfronten. Durch diese vertikale Zonierung wird der urbane Charakter der Baukörper betont. Das 2. Obergeschoss wird als Staffelgeschoss von nicht mehr als 50% der Fläche des darunterliegenden Geschosses ausgebildet und trennt die Einheiten optisch.Die Attikahöhe des Staffelgeschosses beträgt 8,90m, die Attika der Dachterrasse 7,50m.
Die Kuben werden mit Gründächern versehen. Photovoltaiksysteme mit angeschlossener Ladestation für E-Mobile sind als jederzeit möglich und werden vorinstalliert. Die im Norden gemäß Bebauungsplan notwendige Lärmschutzwand wird als „Living Wall“ ausgebildet.

Grundriss

Im Zentrum des Hauses befindet sich eine dreiläufige Treppe, welche sich skulptural um einen durch ein Oberlicht gebildeten Lichtraum entwickelt. Alle drei Ebenen werden über diese Vertikale miteinander verbunden. Statt getrennter und gestapelter Geschosse ergeben sich Verbindungen und der Eindruck der gestapelten Ebenen löst sich auf, in ein durch Helligkeit und Offenheit geprägtes Ganzes, in dem Sichtbeziehungen von Ebene zu Ebene untereinander und von der Erdgeschossebene bis in den freien Himmel möglich sind. Die verschiedenen Aufenthaltsräume sind geschlossen oder offen vorstellbar, je nachdem welche Nutzung der Bewohner dem Raum zukommen lässt und wie er sich seine Art zu wohnen wünscht.Im Erdgeschoss des Gebäudes befinden sich der Eingangsbereich mit Garderobe, der Hausanschlussraum, das WC und ein offene Küche mit angegliedertem Essbereich mit einer großzügig verglasten Fassade mit Blick in den eigenen Garten und Zugang zur Terrasse.
Das 1. Obergeschoss beherbergt ein nach Südwesten ausgerichtetes, offenes Wohnzimmer mit einer großen Fensterfassade zum Straßenraum hin, sowie ein Bad und zwei weitere Zimmer, die als Kinder-, Arbeits- oder Gästezimmer genutzt werden können.Als 2. Obergeschoss wird ein Staffelgeschoss ausgebildet. Dort sind das Schlafzimmer, ein Bad und eine Pantryküche untergebracht, um die großzügige Dachterrasse, die sich über die gesamte Gebäudetiefe erstreckt, auf kurzem Weg attraktiv zu bedienen. Hier verbindet ein Glassteg die Räume und lässt Blickverbindungen vom obersten bis ins unterste Geschoss zu.

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